| Günther Beck

Allergie-Hotspot Darm! Liegt das Problem im Darm?

Unser Darm ist ein vielfach unterschätztes Organ. Wusstest Du, dass die Oberfläche des Darms rund 400m² misst und damit 10 x so groß ist wie die Oberfläche der Lunge und 100 x so groß wie die Haut? Auf dieser Fläche tummeln sich zig Billionen Mikroorganismen aus tausenden Arten von Bakterien, Viren und Co. Diese Zusammensetzung ist bei jedem Menschen einzigartig.

Vor allem unsere Darmbakterien erbringen jeden Tag Höchstleistungen: Unsere Nahrung wird durch sie erst verwertbar gemacht, Krankheitserreger abgewehrt, diverse Vitamine und Hormone produziert, aber vor allem wird unsere natürliche Darmbarriere vor schädlichen Stoffen geschützt.

🔴 Webinaraufzeichnung "Allergie-Hotspot Darm"

Mit Dr. Günther Beck und Markus Huber vom 11.01.2022

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Inhaltsverzeichnis

Die Darmschleimhaut im Zentrum bei Allergien

Allergien können vor vermehrt dann entstehen, wenn die Schleimhäute unseres Körpers (Nase, Lunge, Darm) geschädigt sind. In diesem Fall können die mit der Luft oder der Nahrung in den Körper gelangenden Stoffe nicht richtig kontrolliert und als unbedenklich freigegeben werden, sondern dringen sofort und unkontrolliert ins Blut oder die Lymphbahnen ein. Diese ungesteuerte Mehrbelastung kann zu einem Überschießen des Immunsystems führen: Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind die Konsequenz.

Der Ablauf einer allergischen Reaktion

Trotz verschiedener Symptome der Allergie ist der Ablauf aller Allergiereaktionen gleich: Beim Kontakt mit Allergenen bilden sich Antikörper gegen dieses Allergen (Immunglobulin E - lgE). Bei erneutem Allergenkontakt vermitteln diese IgE-Antikörper die Freisetzung von Histamin, das die typischen Allergiesymptome wie z.B. Juckreiz, Tränenfluss, Schwellungen, Ausschlag bis hin zum Asthma auslöst. Wenn diese Allergiereaktion stattfindet, hat das Allergen die erste Barriere Darmschleimhaut unerkannt passieren können. In der Darmschleimhaut befindet sich nämlich ein besonderer Antikörper, das sekretorische Immunglobulin AI (sIgA), welcher das Eindringen von Fremdstoffen und Allergenen normalerweise verhindert. sIgA wird von den Zellen des Darms gebildet und in die Schleimschicht abgegeben. Dieser Antikörper ist als "Schleimhaut-Antikörper" eine Art Schutzanstrich des Darms. Sein Schutz vor Allergien besteht darin, dass sich dieser Antikörper an körperfremde Stoffe noch vor der Aufnahme in den Körper anheftet und sie markiert. Wenn Allergene so markiert wurden, können sie vom Körper nicht mehr aufgenommen werden. Dadurch wird die Allergiereaktion verhindert, bevor sie entstehen kann.

Allergieabwehr durch Darmsanierung

Das Prinzip des Darmschleimhautschutzes stellt ein grundsätzliches Konzept zur Allergievermeidung dar. Schließlich wird über diesen Weg jeder Allergie auslösende Stoff abgewehrt. Ob dieser Stoff von Pflanzen oder Tieren (z.B. Gräserpollen, Tierhaare), aus Lebensmitteln (z.B. Konservierungsstoffe, Aromen), oder aus Pflegeprodukten stammt, ist dabei nicht entscheidend. So ist es möglich, mehrere verschiedene Allergien mittels der spezifischen Darmschleimhauttherapie zu behandeln.

Was hilft also bei einer Allergie?

Die Therapiekonzepte bei Allergien sind vielfältig, aber leider allzu oft nicht nachhaltig, da meistens lediglich Symptome behandelt werden und nicht die Ursachen.

In symptomorientierten Therapien werden die Auswirkungen der Allergie behandelt. Die Beschwerden können so durch Tropfen, Sprays und Tabletten zur Abschwellung und Reduktion der Histaminfreisetzung kurzfristig "abgestellt" werden.

Ein anderer Weg ist die Desensibilisierung: Dabei wird der Körper an eine bestimmte, die Allergie auslösende Substanz schrittweise gewöhnt und somit eine Toleranz erzeugt. Dieser Weg bietet sich bei Allergien auf einzelne bekannte Stoffe an, ist jedoch langwierig und kein Schutz vor neuen Allergien.

Der langfristig überzeugende Weg ist eine nachhaltige Darmsanierung bzw. Schleimhautsanierung. Durch diverse Faktoren wie Umweltbelastungen, Medikamente, Toxine, Nahrungsmittelzusatzstoffe, aber auch Stress kann es zu einem Ungleichgewicht – sprich Dysbiose – in unserem Darmmilieu kommen. Entzündungsprozesse belasten nicht nur die Darmschleimhaut, sondern dadurch auch unmittelbar unser Immunsystem. Häufig legt sich an der Dünndarmschleimhaut ein sogenannter Biofilm an, der für weitere krankmachende Mikroorganismen wie Parasiten ein perfektes Milieu bietet und unser natürliches Immunsystem belastet. Dadurch kommt es vermehrt zum Leaky Gut Syndrom (löchriger Darm). Dies ist auch die Hauptursache, warum Allergene in unser Blutsystem kommen, die dort nicht hingehören und dies bei einer intakten Darmschleimhaut und Symbiose unserer Darmmikroorganismen eben weniger bis gar nicht passiert.

Daher ist es, wenn man ursachenorientiert therapieren möchte, unumgänglich, den Darm in einem ersten Schritt von diesem Biofilm zu befreien und in weiterer Folge die Darmschleimhaut wieder behutsam aufzubauen. Einen essenziellen Beitrag dazu leistet dann auch eine Ernährungsform, welche vor allem hochindustrialisierte Nahrungsmittel außen vor lässt und vor allem hochwertige Lebensmittel in den Mittelpunkt stellt.

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Mit Dr. Günther Beck und Markus Huber vom 11.01.2022

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Günther Beck
Arzt für Allgemein- und Sportmedizin

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