| Günther Beck

Burnout-Behandlung – so kommt Balance zurück ins Leben

Müde, antriebslos, lustlos, einfach ausgebrannt – bei einem Burnout, auch unter Burnout-Syndrom bekannt, handelt es sich um einen Zustand der kompletten Erschöpfung, des „Ausgebranntseins“. Andauernde Belastungen und Stresssituationen führen zu einer körperlichen und seelischen Überforderung und können letzten Endes zu einem Burnout führen. Dabei hat ein Burnout nichts mit persönlichem Versagen zu tun; oft sind es auch motivierte und leistungsbereite Menschen, die darunter leiden. Sie vergessen neben all den Ansprüchen, die andere und sie selbst an sich stellen, auf ihre eigenen Bedürfnisse.

Burnout: Hilferuf des Menschen

Oft wird Stress in der Arbeit als Ursache für ein Burnout genannt, dabei können auch private und persönliche Belastungen, wie beispielsweise die Pflege von schwer kranken Angehörigen, zum Erschöpfungszustand führen. Meistens ist es aber ein Zusammenspiel von sowohl äußeren als auch inneren Faktoren: In der Arbeit erhält man von allen Seiten Druck, oft fehlt der Handlungsspielraum und im Privatleben fordert die Betreuungspflicht. Zusätzlich kann es auch zu finanziellen Engpässen und Konflikten kommen. Die Gesellschaft gibt immer wieder neue, höhere Leistungsanforderungen vor und erwartet, dass unrealistische Rollenbilder erfüllt werden. Dann ist da noch die Person selbst: Perfektionismus bestimmt das Leben, es gibt keine Abgrenzungsmöglichkeiten und die Erholung wird vernachlässigt, bis schlussendlich keine Energie mehr übrig ist. In den schlimmsten Fällen kann ein Burnout in einer Depression oder sogar einem Suizid enden.

Es gibt in den meisten Fällen von Burnout nicht die eine Ursache, es ist oft eine Kombination der einzelnen Stressoren, die den menschlichen Körper ausbrennen. Dabei ist eines auffallend: Es wird immer wieder auf die wichtigen und vor allem regelmäßigen Erholungsphasen, ohne unzählige Reizüberflutungen, vergessen. Auch ausreichende und qualitative Schlafphasen können präventiv wirken. Da es viele unterschiedliche Faktoren gibt, die zu einem Burnout-Syndrom führen können, ist es wichtig, dass bei einer Burnout-Behandlung eine individuelle Analyse durchgeführt und dazu eine passende Strategie entwickelt wird. Es ist essenziell, die Stärken und Schwächen der jeweiligen Person zu eruieren.

Was passiert bei einer Burnout-Therapie?

Leicht ist es nicht, aber schaffbar: Aus der Teufelsspirale eines Burnout zu entkommen, wirkt zunächst schier unmöglich, mit Geduld und Zuversicht ist es aber möglich. Eines ist essenziell für den Prozess: sich die Zeit zu geben, um wieder zu sich zu finden. Denn alte, eingefahrene Muster können nicht von heute auf morgen einfach abgelegt werden. Um die innere Einstellung zu bearbeiten, benötigt man eben Zeit. Aus diesem Grund variiert auch die Dauer einer Burnout-Behandlung von Person zu Person. Sie ist auch davon abhängig, wie lange die betroffene Person bereits in der Erschöpfungsphase steckt. Dabei ist niemand alleine; Spezialisten wie Fachärzte oder Stressmediziner helfen den Betroffenen. Das Ziel der Therapie ist es, eine innere Ruhe und Gelassenheit zu finden und zu erproben. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, Ordnung und Handlungsabläufe zu schaffen, damit Stresssituationen keine Hilflosigkeit und Überforderung mehr hervorrufen. Besonders sinnvoll bei der Behandlung ist eine Kombinationstherapie; Spezialisten sind eine wichtige Stütze, aber die betroffenen Personen können auch selbst etwas tun.

  • Medizinische Behandlung

          Wie bereits erwähnt sollten nicht nur die Symptome des Burnout behandelt werden, sondern die Situation muss ganzheitlich betrachtet werden. Um Wege zur Problemlösung zu finden, hilft es oft, darüber zu sprechen. Viele Ärzte und Therapeuten haben sich auf das Thema spezialisiert und können Betroffene dabei unterstützen, neue Perspektiven und Möglichkeiten zu sehen und zu entwickeln. Mit Hilfe zur Selbsthilfe versuchen sie, wieder mehr Balance ins Leben der Betroffenen zu bringen.

  • Zeitmanagement: Arbeit & Erholung

          Stress wird immer ein treuer Begleiter unseres Alltags sein. Wichtig ist, zu lernen, damit umzugehen. Ein gutes Zeitmanagement kann bei der Stressbewältigung sowohl in der Arbeit als auch im Privatleben unterstützend sein. Dabei sollten immer wieder ein paar Minuten oder Stunden für ausreichend Erholung eingeplant werden. Stress wird zu einem Problem, wenn der Körper und der Geist keine Chance haben, die Energie wieder aufzuladen. Die Möglichkeiten, einmal abzuschalten, sind vielseitig, da jede Person andere Vorlieben und Bedürfnisse hat. Unterschiedlichste Entspannungstechniken, Sport, Spaziergänge, Malen, Musik, ein Abend mit Freunden usw. können dabei helfen, erst gar nicht in die Stressspirale hineinzurutschen.

  • Eines nach dem anderen

          Auf Multitasking sollte bestmöglich verzichtet werden, da nicht alles auf einmal gemacht werden kann. Solche Situationen lösen nur unnötigen Stress und innere Unruhe aus. Am besten einfach eine Sache nach der anderen erledigen und, auch wenn es schwerfällt, bewusst Pausen zwischen den Aufgaben einlegen. Schon kurze Pausen können die Leistungsfähigkeit steigern.

  • Ausgewogene Ernährung

          Wie so oft in unserem Leben spielt auch bei diesem Prozess die Ernährung wieder eine entscheidende Rolle. Eine ausgewogene Ernährung und bestimmte natürliche Pflanzenextrakte, Aminosäuren und Vitalstoffe können den Körper dabei unterstützen, mit Stress besser umzugehen und so einem möglichen Burnout entgegenzuwirken.

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