| Günther Beck

Be balanced: Säuren und Basen im Gleichgewicht

Wertvolle Infos und Tipps für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was sind Säuren und Basen?
  2. Säure-Basen-Haushalt einfach erklärt
  3. Übersäuerung: Entstehung und Ursachen
  4. Symptome und Folgen einer Übersäuerung
  5. Tipps bei Übersäuerung

Im Leben die richtige Balance zu finden, kann herausfordernd sein. Nicht immer achten wir gut auf uns und deuten Warnsignale richtig. Ob wir es wahrhaben möchten oder nicht – unser Körper reagiert schnell auf Stress, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährungsgewohnheiten und alltägliche Belastungen. All diese Faktoren lassen uns nicht selten sauer aufstoßen und beeinflussen nicht nur unseren Säure-Basen-Haushalt, sondern auch unser Leben. Wir geraten aus dem Gleichgewicht. Bleierne Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein allgemeines Unwohlsein können erste Anzeichen einer Übersäuerung sein, auf die wir schnellstmöglich reagieren sollten.

Doch was tun, wenn der Körper und unser Säure-Basen-Haushalt ins Ungleichgewicht geraten? Wir klären, was es mit den Basen und Säuren auf sich hat, welche Regulationssysteme uns in Balance halten, welche Ursachen zu einer Übersäuerung führen und wie wir dieser bestmöglich entgegenwirken können.

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1. Was sind Säuren und Basen, wie entstehen sie und welche Aufgaben haben sie in unserem Körper?

Damit unser Organismus gut funktioniert und unser Körper aus Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten Energie gewinnen kann, ist ein optimales Verhältnis zwischen Basen und Säuren in unserem Blut und den Organen von besonderer Wichtigkeit. Säuren und Basen entstehen bei jedem Stoffwechselvorgang und werden darüber hinaus auch über die Nahrung und Getränke aufgenommen.

Säuren und Basen sind chemische Verbindungen, die aus unterschiedlich geladenen Wasserstoffionen bestehen. Säuren enthalten positiv geladene und Basen negativ geladene Wasserstoffionen. Trifft eine Säure auf eine Base, so neutralisieren sie sich gegenseitig. Je nachdem, welcher Wasserstoffanteil überwiegt, entsteht eine saure oder eine basische Lösung. Den Säuregrad dieser Lösung bestimmen wir über den pH-Wert, der zwischen 1 und 14 liegen kann. Ein pH-Wert unter 7 zeigt ein saures, ein Wert über 7 zeigt ein basisches Milieu an.

Durch die verschiedenartigen Abläufe in unserem Körper benötigen alle Körperflüssigkeiten und Organe ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Milieu, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Der Magen braucht beispielsweise einen sauren pH-Wert von 1 bis 4, damit er gut funktioniert. Die Bauchspeicheldrüse hingegen benötigt ein basisches Milieu. Daher hat der Pankreassaft im Idealfall einen pH-Wert von 8,5. Auch der optimale pH-Wert unseres Bluts ist essenziell, damit unsere Körperzellen nicht von sauren Stoffwechselprodukten zerstört werden. Aus diesem Grund ist unser Körper stets bemüht, einen konstanten und optimalen Blut-pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 aufrechtzuerhalten.

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2. Säure-Basen-Haushalt einfach erklärt: Durch diese Regulationssysteme bleibt unser Körper in Balance

Damit unser Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt, wurde unser Körper mit mehreren komplexen Puffersystemen ausgestattet. Diese Systeme sind in der Lage, ein Zuviel an Säuren oder Basen zu neutralisieren und unseren Säure-Basen-Haushalt in Balance zu bringen bzw. zu halten.

Mineralstoffe wie zum Beispiel Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium fungieren als Regulatoren, unterstützen das System und gleichen mögliche pH-Schwankungen im Körper aus. Das Blut selbst enthält eine Base namens Bicarbonat, die besonders wichtig für die Regulation des pH-Werts ist. Auch unsere Organe haben einen großen Einfluss auf den Ausgleich unseres Säure-Basen-Haushalts.

In der Leber beispielsweise werden Fette in Säuren umgewandelt, die in Form von Harnstoff an die Nieren weitergegeben und in weiterer Folge über den Harn abtransportiert werden. Auch unser Verdauungssystem – insbesondere der Darm – scheidet überschüssige Säuren über den Stuhl aus. Unsere Haut zählt ebenso zu den Regulationsorganen wie die Lunge. Säuren werden über den Schweiß abgesondert oder in Form von Kohlendioxid ausgeatmet.

Da der Bedarf und die Zufuhr an Säuren und Basen ständig variieren können, legt unser Körper ein Depot aus Säuren und Basen an. Um bei erhöhtem Bedarf einen optimalen Ausgleich schaffen zu können, werden wertvolle basische Mineralstoffe in unseren Knochen gespeichert. Überschüssige Säuren werden indessen in unserem Bindegewebe und der Muskulatur zwischengelagert. So ist es unserem Organismus möglich, im Bedarfsfall auf einen Speicher zurückzugreifen, der unseren Säure-Basen-Haushalt wieder reguliert.

Mann balanciert auf Felsen

3. Übersäuerung: Was versteht man darunter und welche Ursachen kann sie haben?

Schafft es unser Puffersystem nicht mehr, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers. In den meisten Fällen entsteht eine Übersäuerung durch den Konsum von zu viel säurebildenden und zu wenig basenbildenden Lebensmitteln. Dazu zählen Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß, die meisten Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Nüsse wie auch Essig, Kohlensäure, Alkohol, Tee und Kaffee.

Auch Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Diabetes oder Nierenerkrankungen und Faktoren wie Stress, die Einnahme von Medikamenten, Rauchen, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, exzessiver Sport oder Bewegungsmangel können mögliche Ursachen für eine Übersäuerung sein.

Ist die Säurebelastung im Körper kurzfristig zu hoch, spricht man von einer akuten Übersäuerung. Diese Form der Übersäuerung reguliert sich in den meisten Fällen schnell und stellt keine große Herausforderung für den Körper dar. Kommt es jedoch zu einer dauerhaften, chronischen Übersäuerung des Körpers, können Folgeschäden nicht ausgeschlossen werden.

4. Welche Symptome und Folgen kann eine Übersäuerung haben?

Stehen dem Körper zu wenige Basen zur Verfügung, um den Säureanteil zu neutralisieren, gerät unser Säure-Basen-Haushalt aus der Balance. Chronische Müdigkeit, ein Gefühl der Abgeschlagenheit und allgemeines Unwohlsein, Muskelschmerzen und -krämpfe, Haut-, Nagel- oder Verdauungsprobleme, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen und Sodbrennen können erste ernst zu nehmende Zeichen sein.

Diese Symptome sind jedoch sehr unspezifisch und eine Übersäuerung des Körpers wird oft erst zu einem späteren Zeitpunkt als Ursache in Erwägung gezogen. In der Zwischenzeit entwickelt sich eine chronische Übersäuerung, die Stoffwechselvorgänge behindert und den Körper schleichend und dauerhaft schädigen kann. 

Wenngleich die wissenschaftlichen Beweise noch weitgehend fehlen, können einige Erkrankungen mit einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt in Zusammenhang stehen und durch eine Übersäuerung begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Allergische Erkrankungen
  • Neurodermitis
  • Osteoporose
  • Rheumatische Arthritis
  • Migräne
  • Diabetes
  • Gallen- und Nierensteine
  • Gicht
  • Muskelverhärtungen
  • Arteriosklerose
  • Chronische Schmerzen

Um etwaige Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es daher wichtig, einer chronischen Überlastung der Puffersysteme entgegenzuwirken und den Säure-Basen-Haushalt bei der Regulierung zu unterstützen. Besteht der Verdacht einer Übersäuerung, lassen Sie diesen unbedingt durch einen Arzt abklären. Eine Übersäuerung lässt sich in erster Linie nur durch das Messen des pH-Werts feststellen.

Frau mit Blühte

5. Übersäuerung – was tun? Hilfreiche Tipps und Tricks für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt

1. Achten Sie auf Ihre Ernährung

Um den Säure-Basen-Haushalt optimal zu unterstützen, ist eine ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung. Da unsere Speisen jedoch oft einen Überschuss an Säuren aufweisen, sollten Sie bei der Wahl Ihrer Lebensmittel besonders achtsam sein. Die optimale Grundlage für die tägliche Nahrungszufuhr sollte 70 % Basenbildner und 30 % Säurebildner ausmachen.

Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören:

  • Fleisch und Fleischwaren
  • Fisch
  • Eier
  • Käse und Milchprodukte
  • Hülsenfrüchte und Sojaprodukte
  • Brot- und Teigwaren
  • Getreide
  • Zuckerreiche Produkte
  • Kaffee, Schwarztee und Alkohol

Zu den basenspendenden Nahrungsmitteln zählen wir:

  • Kartoffeln, Blatt- und Wurzelgemüse
  • Obst
  • Wild- und Gewürzkräuter
  • Kräutertees
  • Wasser ohne Kohlensäure
2. Bringen Sie Ihren Körper zum Schwitzen

Bewegungsmangel wirkt sich ebenso negativ auf den Säure-Basen-Haushalt aus wie exzessiver Sport. Finden Sie das ideale Mittelmaß und treiben Sie regelmäßig Sport. Entscheiden Sie sich für einen ausgedehnten Spaziergang oder finden Sie eine sanfte Sportart, die Ihnen guttut und Spaß macht. Bewegung steigert auch die Atemfrequenz. So können überschüssige Säuren zusätzlich über die Lunge abgeatmet werden.

Wie schon erwähnt scheidet unsere Haut Säuren über den Schweiß aus. Grund genug, sich wieder einmal eine Auszeit in der Sauna zu gönnen. Ein belebender Saunagang kann nicht nur den Säure-Basen-Haushalt optimal unterstützen, sondern auch das Immunsystem stärken.

3. Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich eine Auszeit

Wie wir alle wissen, wirkt sich Stress auf viele verschiedene Bereiche des Lebens negativ aus. So auch auf unsere Gesundheit und das Gleichgewicht unseres Säure-Basen-Haushalts. Zugegeben, es ist nicht immer einfach, Stress zu vermeiden, wir können ihn jedoch reduzieren und durch entspannende Auszeiten ausgleichen. Finden Sie eine ausgewogene Balance zwischen Stress und Entspannung – Ihr Säure-Basen-Haushalt wird es Ihnen danken.

4. Vergessen Sie nicht, zu trinken
Seien Sie ganz ehrlich: Wie viel haben Sie heute schon getrunken? Nehmen Sie am besten gleich einen Schluck, bevor Sie weiterlesen. Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertees oder stark verdünnte Fruchtsäfte sorgen nicht nur für mehr Vitalität und Wohlbefinden, sie fördern auch die Säureausscheidung über die Nieren. Je mehr Sie trinken, desto mehr Säure kann ausgeschieden werden und desto ausgeglichener ist Ihr Säure-Basen-Haushalt.


5. Bleiben Sie geduldig
Wer an einer chronischen Übersäuerung leidet, sollte unbedingt geduldig sein – schließlich ist diese auch nicht von heute auf morgen entstanden. Geben Sie Ihrem Säure-Basen-Haushalt die Zeit, sich auszubalancieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Überprüfen Sie Ihren Gesundheits- und Lebensstil und nehmen Sie kleine, aber nachhaltige Veränderungen vor.

6. Spin up your life – mit dem Basen Spin der Vitaminerei

Unterstützen Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt auf natürliche Weise und helfen Sie Ihrem Puffersystem, den Körper zu harmonisieren. Das Basenpulver Basen Spin ist ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel, das auf künstliche Füllstoffe verzichtet und zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. 

Basen Spin beinhaltet Wirkstoffe wie Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat und Natriumcitrat, wird von Hand in der optimalen Dosierung abgefüllt und sorgt so für eine optimale Wirkung. Für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und die richtige Balance im Alltag.

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Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute, bleib gesund und Spin Up Your Life

Günther Beck
Arzt für Allgemein- und Sportmedizin

 

 

 

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